Fashionpost #1

Alltagsoutfit mit Object Wollpullover und Marc'O Polo Stiefeletten

   |    Fashion

Heute zeige ich euch den ersten richtigen Fashionpost, wobei: die Abgrenzung zu meinen bisherigen Posts ist da gar nicht so einfach. Mein ursprünglicher Gedanke war, dass ich ab und zu Outfits zeigen könnte, die ich im Alltag trage, unabhängig davon, ob ein Teil gekauft oder selbstgenäht ist. Allerdings sind auch meine neu genähten Kleidungsstücke hier oft in fashionartigen Posts zu sehen, so dass ich zwischen beiden Artikel-Arten eventuell noch klarer unterscheiden muss. Vielleicht sollte ich die selbstgenähten Stücke zunächst auf der Kleiderpuppe präsentieren...? Bei diesem Fotoshooting hat es sich jedenfalls beinahe seltsam angefühlt, mal nicht etwas ganz neu Genähtes zu zeigen.

Als ich mit diesem Blog begonnen habe, hätte ich nicht gedacht, dass es besonders schwierig sein könnte, Modefotos zu schießen. In Wirklichkeit ist das aber ziemlich schwierig. Das ist mir allerdings erst aufgefallen, als wir es ausprobiert haben. Und obwohl mein Mann und ich mittlerweile schon ein bisschen Übung haben, sehen viele unserer Fotos noch immer nicht nach „Fashion“ aus, sondern eher nach „Mutti steht gelangweilt vor der Wand“ (oder so). Bei diesen Bildern fand ich das Ergebnis auch grenzwertig. Tatsächlich trage ich hier ein Outfit, dass ich diesen Winter sehr gerne getragen habe und dass ich im Alltag als eine gute Mischung aus „bequem“ und „modisch“ empfunden habe. Aber auf Fotos wird die Wirkung eines Outfits immer sehr abgeschwächt und ich musste bei der Bildauswahl etwas aufpassen.

Das Geheimnis hinter dem Ganzen ist wohl, dass wir das Normale und Alltägliche auf öffentlichen Fotos (so nenne ich sie jetzt mal, in Abgrenzung zu Familienfotos) quasi übersehen. Unser Auge hat sich so an die professionelle Fotografie gewöhnt, dass wir geneigt sind, andersartige Fotos zu ignorieren oder zumindest leicht merkwürdig zu finden. Weil mein Outfit hier aber recht „normal“ ist und von sich aus nicht so viel her macht, haben mein Mann und ich versucht, ein paar kleine Tricks anzuwenden. Was auf jeden Fall immer hilft: Von leicht unten fotografieren. Das streckt die Figur und lässt einen gleich viel cooler aussehen, als wenn man direkt von vorne (oder von leicht oben) fotografiert. Ebenfalls hilfreich: eine Alltagsbewegung simulieren, damit die Pose natürlich und zufällig aussieht. Also: besser gehen als stehen, besser interessiert irgendwo hinblicken, als verkrampft in die Kamera zu schauen.

Trotzdem: Wir hatten bei diesen Aufnahmen, wie schon öfter in diesen Winter, ziemlich widrige Bedingungen. Es war schon Sonntag Nachmittag, das Licht war fast weg und es wollte den ganzen Tag nicht wirklich aufhören zu schneien. Ein aufregender Hintergrund war nicht in der Nähe, weshalb wir uns schließlich für diese schlichte Wand entschieden haben.

Das Ergebnis ist deshalb nicht super-optimal, aber im Endeffekt habe ich mich dazu entschlossen, diesen Fotos eine Chance zu geben. Immerhin kann man alle Kleidungsstücke gut erkennen und es ist ein authentisches Outfit, dass ich diesen Winter oft getragen habe (mit sogar einem selbstgenähten Teil dabei). Besser werden können wir noch, aber ihr wisst ja: Übung macht den Meister!

Details und Schneeflocken
Oh, das Schneegestöber wird immer wilder...!
Ok, war ganz nett, aber jetzt reicht's ;)

 

Outfit-Details:

Pullover: Object

Rolli darunter: selbstgenäht (Hepburn-Turtleneck von Itch-to-Stitch), einen ähnlichen Stoff gibt es hier

High-Waist-Jeans: H&M, schon älter

Stiefeletten: Marc'O Polo, auch hier

Tasche: ONLY

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