Blouson-Parka im Safari-Stil

Everyday uniform

   |    Sewing Style

Eigentlich stand dieser Parka gar nicht auf meiner Näh-Liste. Er hat sich irgendwie hineingemogelt, als ich überlegt habe, welche Übergangsjacke ich in diesem Frühjahr tragen möchte. Einen Parka habe ich ja schon einmal als Wintermodell genäht und dann so viel getragen, dass ich auch einen für die Übergangszeit (und die kühlen Sommertage) haben wollte. Natürlich habe ich über Alternativen nachgedacht. Bikerjacken, Mäntel oder Blazer mag ich auch sehr, aber wenn es an einem stressigen Morgen darauf ankommt, finde ich sie meist zu kompliziert zu stylen oder aus irgendeinem Grund zu unpraktisch – zumindest für meinen momentanen Alltag mit den Kindern.

Außerdem sind safari-farbene Jacken mit vielen Taschen ja sowieso gerade angesagt. In einigen Modehäusern habe ich dafür die Bezeichung Utility-Jacket gefunden und finde das ganz passend. Zwar sehen die meisten Modelle nützlicher aus als sie tatsächlich sind, aber irgendwie alltagstauglich sind sie eigentlich alle. Auch an meinem Parka ist die "Tasche" links oben ein Fake, aber die Blasebalgtaschen unten haben sich in den letzten paar Tagen schon als nützlich erwiesen, sogar ein größeres Smartphone passt (quer) gut hinein.

Ich habe erst ein wenig gezweifelt, ob der Parka nicht zu oversized ausfallen würde. Letztendlich hat mich dieser coolen Cape-Parka von See by Chloe dazu animiert, dem Schnittmuster eine Chance zu geben. Verwendet habe ich das Modell 118 aus der Burda Style 09/2014. Ich habe mich anders als in der Anleitung vorgesehen dazu entschieden, den Parka zu füttern. Ich mag gefütterte Jacken lieber und finde es im Arbeitsprozess auch viel angenehmer, erst alles schnell zusammenzunähen und nach erfolgreicher Anprobe zu füttern, als von Anfang an jede Naht mit Schrägband einzufassen.

Dadurch habe ich aber auch einen logischen Fehler gemacht: Ich habe, wie in der Anleitung beschrieben, die Knöpfe erst ganz am Ende angenäht, was natürlich ziemlich blöd ist, wenn der Parka schon gefüttert ist! Ein weiterer Schönheitsfehler am Parka ist der Besatz der Kapuze, den ich wegen der "Krümmung" einfach nicht faltenfrei annähen konnte. Vielleicht ist es aber auch so gedacht, dass der Besatz kleine Fältchen hat, ich weiß es nicht.

Zumindest von der Passform her gefällt mir der Parka sehr gut. Er fällt zwar recht weit aus, was aber mit dem Durchzugsband unten etwas reguliert werden kann. Auch die Länge mag ich gern, sie eignet sich prima für Layerings. Deshalb wird meine neue Jacke sicher auch im Herbst (zum Beispiel über einem dicken, langen Pullover) noch ein guter Begleiter sein.

Wie gefällt euch der Parka? Ich freue mich über eure Kommentare!

Parka: selbstgenäht aus Burda Style 09/2014

Longbluse: Marco Polo (meine ist aus dem letzen Jahr, aber diese ist sehr ähnlich)

Jeans: Tommy Hilfiger, ähnlich hier

Schuhe: Kiomi (auch aus dem letzten Jahr, ein ähnliches Modell gibt es hier)

Sonnenbrille: C&A (online nicht verfügbar)

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by @ohchiffon

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