Etuikleid nach Burda 03/2016, Modell 120A

Hochzeitsgastkleid

Für die Hochzeit einer guten Freundin wollte ich mir ein neues Kleid nähen, war mir aber lange unsicher, welches Schnittmuster ich dafür verwenden sollte. Letztendlich habe ich mich für dieses Etuikleid mit Volant aus der Burda entschieden und bin nun auch froh darüber, denn ich habe das Kleid auf der Hochzeit am vergangenen Wochenende gern getragen und mich darin wohl gefühlt. Einige Stolpersteine gab es beim Entstehungsprozess allerdings auch.

Erst einmal hatte ich in meinem Lager keinen Stoff, den ich für das Kleid hätte verwenden können. Denn der Stoff muss einerseits so fest sein, dass die Falten in der Taille gut halten, andererseits auch schön fallen, damit der Volant gut aussieht. Außerdem wird in der Anleitung empfohlen, elastischen Stoff zu verwenden. Einen Stoff mit all diesen Qualitäten hatte ich nicht zu Hause, weshalb ich recht kurzfristig zu Karstadt gefahren bin und mich nach vielem Schauen und Tasten für diesen apricotfarbenen Stoff entschieden habe (eine große Farbauswahl gab es bei meinen Ansprüchen nicht).

Beim Nähen habe ich zunächst ein schnelles Probeteil aus einer sehr günstigen Popeline erstellt, was recht gut saß, nur am hinteren Halsausschnitt stand der Stoff, wie häufig bei Burdaschnittmustern, ab, weshalb ich beim Nähen des 'richtigen' Kleides direkt ein wenig Weite an dieser Stelle weggenommen habe. Kniffelig war auch das Nähen des linken Brustabnähers, der irgendwie zu hoch sitzt (auch bei dem Modell im Heft) und an dem ich herumprobiert habe, ob ich ihn nicht tiefer legen kann. Das habe aber nicht hinbekommen, ohne dass irgendwo anders eine Wulst oder eine Falte aufgetaucht ist, daher habe ich ihn dann doch genau nach der originalen Markierung genäht und ich finde, er ist jetzt zwar akzeptabel, aber nicht perfekt... Das Legen der Falten hat dafür nach Anleitung gut geklappt, ebenso das Legen und Annähen des Volants. Ein bisschen anspruchsvoller war dann wieder das Einnähen des Futters, da dieses an den Schulternähten und auch am Reißverschluss per Hand eingenäht wird.

Letztendlich passt aber das Kleid recht gut (nur unter den Armen ist es etwas eng) und die Makel fallen nicht weiter auf. Beim Saum war ich etwas in Eile, da ich ihn erst zwei Tage vor der Hochzeit abgesteckt und per Hand genäht habe...und ich bin mir nicht ganz sicher, aber es könnte sein, dass er ein wenig schief ist. Auf der Hochzeit selbst hat das allerdings, so schien mir, niemand bemerkt, überhaupt hat sich niemand zu meinem Kleid geäußert und ich deute das jetzt einfach mal positiv in dem Sinne, dass es für die Feier sehr passend und daher unauffällig war. Ich selbst habe mich jedenfalls wohl darin gefühlt und das ist ja erst einmal das Wichtigste. Anbei noch einige Fotos und Detailaufnahmen:

Mein Outfit:

Kleid: selbstgenäht nach Burda 03/2016, Modell 120

Tasche: Mango (schon älter)

Schuhe: Tamaris

 

Dieser Blogpost ist verlinkt zu SewLaLa und Du für Dich am Donnerstag

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