Meine Näh- und Blogprojekte für 2018

Ein inspirierendes Nähwochenende und viele neue Pläne

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Das Nähwochenende fand in der Jugendherberge Possenhofen statt

Nachdem der Dezember des vergangenen Jahres ziemlich prall gefüllt war mit Nähprojekten, Kinderkrankheiten und Weihnachtsvorbereitungen, bin ich zugegebener Maßen etwas geplättet ins neue Jahr gestartet. Mein winterschlafähnlicher Zustand hätte wohl noch lange angehalten, wenn ich nicht durch das Nähwochenende am Starnberger See Mitte Januar etwas Auftrieb und einen Schub Motivation bekommen hätte. Dort habe ich auch Inspirationen und Ideen für meine Nähpläne im kommenden Jahr mitgenommen, die ich euch hier vorstellen möchte.

Das Nähwochenende

Das Nähwochenende in der Jugendherberge Possenhofen hatte Melanie von „The Flying Needle“ zusammen mit Steffi von „Sewrender“ organisiert. Es war ursprünglich als Treffen für die Münchener Nähblogger gedacht. Im Laufe der Planungen sind dann einige Münchner abgesprungen, dafür sind Blogger aus dem weiteren Umfeld dazu gekommen (u.a. Patricia von "PG Design" aus der Nähe von Bregrenz und Julia von "Julia Jamei" aus Frankfurt).

Ich habe noch nie zuvor an einem Nähwochenende teilgenommen und war deshalb sehr neugiereg, wie die Dynamik, der Ablauf und der Näherfolg bei einem solchen Nähtreffen sein würden. Auf jeden Fall war es eine ganz besondere Erfahrung, mit so vielen Gleichgesinnten und nähtechisch kompetenten Leuten eine längere Zeit zu verbringen. Durch das gemeinsame Hobby hatte ich beinahe den Eindruck, gute alte Freunde wieder zu treffen (natürlich auch, weil man sich von den Blogs schon ein wenig kennt).

Work, work, work...unser Nähraum!
kurze Entspannung beim Spaziergang am See

Etwas optimistisch habe ich drei Projekte für das Wochenende mitgenommen: Eine bereits zugeschnittene Bluse, ansonsten Stoffe und Schnittmuster für eine Jeans und einen Cardigan. Am Sonntag Nachmittag war ich mit der Bluse fertig und hatte das Jeans-Schnittmuster abgepaust, das war‘s aber auch schon. Tatsächlich war ich an diesem Wochenende doch öfter mal abgelenkt oder habe mich in Gespräche verwickeln lassen, was natürlich super viel Spaß gemacht hat, wodurch das Nähen aber vielleicht etwas weniger effektiv war. Deshalb hier ein Tipp für alle, die demnächst erstmals an einem Nähwochenende teilnehmen und dabei produktiv sein möchten:

Nehmt am besten Projekte mit, die

a) ihr ohne allzu viel nachzudenken nähen könnt, weil ihr den Schnitt beispielsweise schon einmal genäht habt

b) ihr schon begonnen oder zumindest schon zugeschnitten habt

c) jemand anders auch näht, mit dem ihr euch darüber austauschen könnt.

Zum genauen Ablauf des Wochenendes möchte ich hier nicht allzu viel schreiben, das haben die anderen Teilnehmer zum Teil sehr detalliert schon getan, beispielweise Bianca von „Sleepless in Bavaria“, Patricia und auch die Organisatorin Melanie. Vielmehr möchte ich euch noch kurz auflisten, was ich an Inspirationen und Ideen von dem Wochenende mitgenommen habe:

1. Zum einen habe ich ein sehr nützliches Nähwerkzeug kennen gelernt, das ich vorher noch nicht kannte. Eine Wendenadel, die man bei Trägern, Gürteln und anderen schmal genähten „Schläuchen“ zum Wenden benutzen kann. Ich habe das Wenden von Trägern bislang immer als riesen Herausforderung empfunden und habe mich mit Kochlöffel und Sicherheitsnadeln abgemüht (oft ohne Erfolg). Mit der Wendenadel ist das Wenden plötzlich kinderleicht, deshalb werde ich sie mir auf jeden Fall anschaffen. Den Tipp habe ich von Bianca bekommen.

Bianca näht an ihrem unglaublich tollen Trenchcoat

2. Zum anderen bin ich auf drei Schnittmuster aufmerksam geworden, die ich bei Gelegenheit gerne nachnähen möchte. Das ist einmal diese wunderbare Volantbluse aus der Burdastyle, die Julia aus einem feinen weißen Baumwollstoff genäht hat und die auch wirklich gut konstruiert zu sein scheint. Patricia und Steffi haben einen lässigen Blazer, die „Veste Blanche“ aus der Zeitschrift „La Maison Victor“ von Juli/August 2015 genäht. Das Schnittmuster kann ich nicht verlinken, weil es das nicht online gibt, hier kann man aber das Magazin nachkaufen. Aber Achtung, beide Bloggerinnen haben festgestellt, dass die Passzeichen für das Einsetzen der Ärmel bei diesem Schnitt falsch gesetzt sind. Jetzt bin ich also schonmal vorgewarnt…! Außerdem hat (die andere )Julia von „Julique“ den Blazer aus der Weihnachtsausgabe 2017 der "La Maison Victor" genäht. Hier scheint schnittmustertechnisch alles ok zu sein und auch dieses Modell hat mir wirklich gut gefallen.

Patricia näht das Futter ihres Blazers zusammen
Die fertigen Projekte hängen an der Kleiderstange

Meine Nähpläne für 2018

Für das kommende Jahr habe ich mir keine besonders strengen Ziele gesetzt, was meine Nähprojekte oder mein Kaufverhalten bezüglich Stoffe angeht. Wie wir beim Nähwochenende festgestellt habe, besitzen die meisten von uns zu viele Stoffe und möchten ihren Vorrat gerne abbauen. Ich habe momentan 6 Ikea-Plastik-Kisten mit Stoffen gefüllt und finde das relativ in Ordnung dafür, dass diese Stoffe für alle Jahreszeiten (auch dicke Wolstoffe und zwei Fellimitate, die viel Platz wegnehmen) und Gelegenheiten (z.B. Dekostoffe, Kinderstoffe) gedacht sind. Mehr Kisten sollen es in diesem Jahr aber möglichst nicht werden.

Bei der Auswahl der Schnittmuster achte ich nach wie vor darauf, dass meine genähten Kleidungsstücke nicht zu Schrankleichen werden, sondern dass ich sie gut in meinen Alltag integrieren kann. Deshalb stehen bei mir auch in diesem Jahr eher weniger Kleider, dafür mehr Pullover, Shirts, Jacken und Hosen auf dem Plan. Folgende Teile möchte ich nähen:

1. Ein Rüschen-Sweatshirt in Rot oder Grau nach dem Schnitt von „Dressy Talk“, den ich schon gekauft habe

2. Eine Jogginghose mit sportiven seitlichen Streifen, beispielsweise nach diesem Schnitt. Die fertige Version stelle ich mir so ähnlich vor wie diese Version von Andrea

3. Eine taillenhohe Skinny Jeans (dazu nähe ich gerade das Probemodell) nach einem Schnitt aus der Knipmode/FashionStyle 09/2016. Die Hose könnt ihr hier auf dem Foto sehen, das Schnittmuster gibt es aber scheinbar nicht online.

4. Einen langen Cardigan aus einem fluffigen Stoff (Schnittmuster ist ebenfalls aus der Fashionstyle 09/16 und nicht online verfügbar, der Stoff steht noch nicht ganz fest...)

5. Ein paar Basic T-Shirts, nach dem Schnitt von Sasha oder nach dem Schnitt von Fashiontamtam

6. Eine praktische Regenjacke möchte ich schon seit einer halben Ewigkeit nähen. Jetzt habe ich einen wirklich tollen Schnitt dazu bei "Lenipepunkt" gefunen, den Andera ebenfalls schon genäht hat und auf ihrem Blog vorstellt. Viel Arbeit, aber das wäre doch mal was!

7. Den Schnitt dieser Bikerjacke aus der Burda habe ich bereits abgepaust, ein dunkelgrüner Stoff dafür liegt auch schon hier.

8. Einen Blazer. Dafür habe ich sowohl einen tomatenroten als auch einen geblümten jeansähnlichen Stoff (feste Baumwolle mit Elasthan) hier liegen. Als Schnittmuster kommen die o.g. Modelle vom Nähwochenende in Frage, aber ich werde diesbezüglich noch etwas recherchieren.

Alle weiteren Projekte sehe ich als eher optional an. Auf dem Plan stehen grundsätzlich noch ein paar Blusen, die ich immer gut gebrauchen kann, mindestens ein Sommerkleid, vielleicht wieder nach dem gut sitzenden Burdaschnitt, den ich für das Abendkleid verwendet habe und eventuell noch eine weitere Kurzjacke bzw. Bikerjacke, für die ich hier noch einen cremefarbenen, strukturierten Baumwollstoff liegen habe. Mindestens einen meiner beiden Fake-Fur Stoffe würde ich zum Winter hin dann auch gerne vernähen. Aber ich möchte mir diesbezüglich keinen besonderen Stress machen und weiß auch, dass ich manche Nähprojekte ganz spontan in Angriff nehme. Auch dafür soll ja noch Raum sein.

Eine neue Fashion-Rubrik

Wie bereits vor zwei Wochen angekündigt, möchte ich auf meinem Blog ein bisschen mehr Fashion bzw auch verschiedene Stylingmöglichkeiten zeigen. Dazu plane ich erst einmal einen Blogpost im Monat ein, in dem es entweder ein Lieblingsoutfit von mir zu sehen gibt oder ein Outfit für einen speziellen Anlass. In diesen Posts steht das Styling im Vordergrund, unabhängig davon, ob die einzelnen Teile genäht oder gekauft sind. Vorstellen kann ich mir auch gelegentliche Shopping-Posts, in denen ich euch Kleidungsstücke, Schuhe oder Accessoires vorstelle, von denen ich persönlich viel halte, weil sie beispielsweise eine gute Qualität haben oder ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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