Kibadoo-Joggpants mit Seitenstreifen

Letterlove - den Logo-Trend selber nähen

Dieser Blogpost enthält unbezahlte Werbung aufgrund von Verlinkungen und Markennennungen

Einer der stärksten Trends in diesem Herbst? Buchstaben und Logos! Nachdem uns Pullover und Hosen mit Aufschrift jahrelang altbacken und "total Neunziger" vorkamen, haben sie dieses Jahr sämtliche Modeherzen im Sturm erobert. Auch ich finde diesen Trend plötzlich super cool und werde deshalb in diesem Herbst/Winter immer mal wieder mit Buchstaben auf (und an) meiner Kleidung experimentieren. Zugegebenermaßen ist das ohne Plotter nicht ganz einfach, aber, wie ich finde, auf jeden Fall einen Versuch wert. Heute: Eine Hose mit aufgenähtem Logo-Seitenstreifen!

Mein Versuch Nummer 1 hat sich schwieriger gestaltet als gedacht. Als Schnittmuster habe ich die Jogging-Pants von Kibadoo gewählt. Die sind eigentlich nicht so schwer zu nähen (ich habe den Schnitt aus dem Buch "Alles Jersey" genommen. Es gibt auch eine Jogging-Pants als E-Book von Kibadoo, der Schnitt ist aber etwas anders konstruiert). In der Anleitung wird empfohlen, die Seitennähte mit einer Covernaht zu verzieren. Ich wollte stattdessen lieber einen Seitenstreifen auf die Naht applizieren. Und zwar einen beschrifteten (Logo-)Streifen!

Bänder mit Buchstaben oder einer Schrift darauf sind gar nicht so einfach zu finden. Neben dem Gummiband, das ich für mein Sportoutfit verwendet hatte, habe ich nach Durchforstung vieler Onlineshops nur bei Wunderpop Bänder gefunden, die ich vom Design her ansprechend fand. Das sind allerdings keine Gummibänder, sondern feste Ripsbänder, die nicht dehnbar sind.

Beim Nähen habe ich realtiv schnell festgestellt, dass das steife Ripsband und der weiche und sehr elastische Nickystoff von Stoff&Stil sich gar nicht gut vertragen. Trotz Obertransportfuß der Bernina hat sich der Nicky immer verzogen und das Ripsband war zwar festgenäht, hat aber wahnsinnige Wellen geschlagen. Auf Instagram hatte ich mal den Tipp gelesen, das Ripsband vor dem Nähen mit einem Pritt-Klebestift zu fixieren. Das habe ich versucht, der Kleber hat aber auf dem doch eher haarigen Nickystoff überhaupt nicht gehalten.

Glücklicherweise habe ich meine Hose auf dem Nähwochenende am Starnberger See genäht und habe zahlreiche Tipps von den anderen Teilnehmerinnen bekommen. Moni von Crealie hat mir schließlich mit einem Näh-Klebeband (z.B. hier erhältlich; bei Prym heißt es Wondertape) ausgeholfen. Ich habe das Ripsband damit mittig auf der Seitennaht fixiert, schließlich habe ich es an den Rändern schmal festgesteppt (immer noch mit Obertransport). Diese Methode hat super funktioniert, das Ripsband war (fast) nicht mehr wellig. Was ich das nächste mal auch noch machen würde: Den Nicky mit Sprühstärke besprühen. Dadurch verzieht er sich weniger. Außerdem rollt er sich an den Rändern dann nicht mehr so stark ein und man kann sein Nähprojekt insgesamt einfach besser verarbeiten. Besonders hilfreich hätte ich die Sprühstärke beim Nähen der Taschen gefunden.

Noch eine Anmerkung zum Schnitt: Dieser sitzt bei mir perfekt, ist weder zu eng noch zu weit, so dass ich die Jogginghose auch mal für einen lockeren City-Ausflug tragen kann. Allerdings fällt die Hose recht kurz aus, ich habe jedes Hosenbein um 11 cm (!) verlängert. Das Saumbündchen, das im Original recht lang ist, habe ich allerdings um ca 4 cm verkürzt (und beim Styling, wie man sieht, noch hochgekrempelt, es hätte vielleicht noch kürzer sein können). Fazit: Ich mag meine neue Hose! Sie ist warm, bequem und stylisch. Große Buchstabenliebe!

Mein Outfit:

Hose: selbstgenäht, Schnittmuster: Jogging-Pants aus dem Buch "Alles Jersey"

T-Shirt: Esprit

Jacke: Edited (meine ist vom letzten Jahr, die diesjährige Variante ist aber sehr ähnlich)

Tasche: Only (alt)

Sonnenbrille: Ray-Ban

Schuhe: Fila

Dieser Blogpost ist verlikt zu SewLala und Du für dich am Donnerstag

Zurück

Instagram

by @ohchiffon

Follow