"Odette" und "Swag"

T-Shirt-Schnittmuster im Vergleich

   |    Sewing Fashion

Nähen zu können ist wie eine neu gewonnene Art der Freiheit. Man stellt sich plötzlich wahnsinnig tolle Dinge vor, die man (zumindest theoretisch) erschaffen könnte: Sommerkleider mit hohem Beinschlitz, verwegene Rüschenblusen, Bundfaltenhosen aus Satin, gemusterte Blazer. Doch bei all dieser sprudelnden Phantasie stelle ich im Alltag meistens fest, dass ich nichts dringender brauche als.... Basics! Schlichte, einfache Kleidungsstücke, mit denen ich mein geheimes Paradiesvogeldasein tarne, wenn ich die Kinder nachmittags aus dem Kindergarten abhole. Und im Ernst: Nur in der Kombination mit Basics können doch andere, besondere Kleidungsstücke überhaupt erst ihre Wirkung entfalten.

Aus diesem Grund hatte ich mir schon vor einiger Zeit vorgenommen, für diesen Sommer einige schlichte T-Shirts zu nähen, von denen ich viel zu wenige im Schrank habe. Vor einem Jahr hätte ich übrigens nicht gewusst, wo ich dazu die passenden Schnittmuster finden kann und anscheinend ging es nicht nur mir so. Denn seitdem haben es viele neue, schöne T-Shirt-Schnittmuster in die Hobbyschneider-Szene geschafft. Zwei von ihnen habe ich ausprobiert: Das Shirt "Odette" aus der La Maison Victor und das Shirt "Swag" von Fashiontamtam. Beide Schnitte sind super schnell genäht und für Anfänger geeignet!

Odette

Das Shirt Odette besteht eigentlich nur aus zwei richtigen Schnittteilen, einem Vorder- und einem Rückenteil, jeweils mit angeschnittenen Ärmeln. Dazu kommen noch vermaßte Stoffstreifen für das Halsbündchen und den Armabschluss. Der Ärmelsaum ist etwas breiter, damit er am Ende einmal zur Hälfte gefaltet werden kann, das ergibt dann den coolen "gekrempelten" Look. Der gefaltete Saumstreifen wird einfach mit ein paar Stichen an der Ansatznaht fixiert.

Ich habe den Schnitt in Größe 38 genäht und wie man sieht, sitzt das Shirt eher locker. Für den Sommer ist es so perfekt, auch die Länge finde ich angenehm, ich bin ja eher groß und das Shirt reicht trotzdem bis zur Hüfte. Schön ist an dem Schnitt auch, dass die Saumkante in einem Bogen verläuft: hinten ist das Shirt etwas länger und vorne etwas kürzer. Leider kommt das auf den Bildern nicht so deutlich rüber. Ich möchte "Odette" gerne noch einmal aus Viscosejersey nähen, weil ich mir vorstelle, dass das Shirt dann noch schöner fällt.

Swag

Das Schnittmuster "Swag" von Fashiontamtam entspricht einem ganz klassischen T-Shirt mit eingesetzen Ärmeln. Es ist so unauffällig, dass man es wahrscheinlich kaum als selbstgenäht wahrnehmen würde, aber deshalb ist es auch einfach gut! Im Vergleich mit Odette fällt Swag noch etwas größer aus. Ich habe mir hier die Größe M genäht, die ja in den Modegeschäften meistens der Größe 38 entspricht. Allerdings würde ich beim Swag sagen, dass ich bei meiner Kleidergröße 38 vielleicht doch eher S nähen sollte. Ich finde zwar, dass ich das Shirt so tragen kann, aber wenn ich eine Jacke oder einen Blazer drüber ziehe merke ich, dass besonders um die Bauchgegend herum viel Stoff da ist. Der wird dann zusammengeknautscht, wodurch das Shirt dann schnell etwas unförmig aussieht. Merke also: Für den Sommer ist Größe M ok, zum drunterziehen oder für einen körpernahen Look sollte ich nochmal Größe S ausprobieren.

Weitere T-Shirt-Schnittmuster

Ein paar weitere Schnittmuster stehen noch auf meiner "Probier"-Liste. Dabei sind das Basic InstincT von Sasha, das lange V-Neck-Shirt aus dem "Alles Jersey"-Buch von Kibadoo und das Slimmy-Shirt von Sewera. Welche T-Shirt-Schnittmuster habt ihr schon verwendet?

Hier folgen jetzt noch ein paar Fotos:

Meine Outfits:

Outfit mit Shirt "Odette":

T-Shirt: selbstgenäht nach diesem Schnittmuster, Stoff und Bügelbiene von Vollstoff Hagen

Parka: selbstgenäht nach Burda Style, hier geht's zum Blogpost

Jeans: Levi's

Schuhe: Nike

Outfit mit Shirt "Swag":

T-Shirt: selbstgenäht nach diesem Schnittmuster, Stoff vom Idee.Creativmarkt in Berlin

Jeansjacke von Esprit (schon älter)

Jeans: Levi's

Schuhe: Nike

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